Der große Bunzlau-Guide: Kaufen, Pflegen und Fälschungen erkennen. Alles, was Sie wissen müssen.
Haben Sie sich in die blauen Punkte verliebt? Kein Wunder. Aber Bunzlauer Keramik ist nicht nur Dekoration für das Regal – sie ist ein "Arbeitstier" in der Küche. Viele Menschen haben Angst, dieses Geschirr im Alltag zu benutzen, aus Sorge, es könnte kaputtgehen. Das ist ein Irrtum! Diese Gefäße wurden zum Kochen, Backen und Essen geschaffen.
In diesem Ratgeber räume ich mit Zweifeln auf, erkläre Ihnen die Qualitätsunterschiede und zeige, wie Sie sich vor billigen Import-Fälschungen schützen können.
1. Robust wie ein Panzer: Spülmaschine, Mikrowelle, Backofen
Einer der größten Mythen ist, dass man Bunzlauer Keramik wie ein rohes Ei behandeln muss. Im Gegenteil. Dank des Brennens bei Temperaturen von über 1200 Grad Celsius ist das Steinzeug extrem widerstandsfähig.
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Spülmaschine: JA. Die Glasur ist hart und reibt sich nicht ab. Sie können dieses Geschirr jahrelang in der Spülmaschine waschen, und die Farben werden weder verblassen noch stumpf werden.
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Mikrowelle: JA. Das Steinzeug enthält keine Metalle, die in der Mikrowelle Funken schlagen würden (es sei denn, Sie kaufen spezielle Editionen mit Gold/Platin, was aber selten ist).
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Backofen: JA, aber mit Vorsicht. In Bunzlauer Auflaufformen gelingen die besten Lasagnen oder Braten. Steinzeug verteilt die Wärme perfekt.
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Die goldene Regel: Vermeiden Sie einen Temperaturschock. Stellen Sie kein kaltes Gefäß direkt aus dem Kühlschrank in den heißen Ofen. Gießen Sie kein kaltes Wasser in ein heißes Gefäß. Das ist der einzige Weg, es zu "töten".
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2. Original vs. Fälschung – Wie erkennt man den Unterschied?
Die Beliebtheit der Keramik hat dazu geführt, dass der Markt mit Nachahmungen überschwemmt wurde, oft aus China. Wie kann man sie unterscheiden?
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Der Bodenstempel: Das ist Ihr Personalausweis. Echte Keramik hat auf dem Boden einen Stempel mit der Aufschrift "Hand Made in Poland", das Logo der Manufaktur (es gibt mehrere, z.B. Zakłady Ceramiczne, Manufaktura, Ceramika Artystyczna, Millena usw.) und oft die Initialen der Malerin.
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Farbe der Masse: Schauen Sie auf den Boden dort, wo keine Glasur ist (der Fußring). Das Original ist creme-grau (die Farbe des Tons). Fälschungen sind oft schneeweiß (Porzellan/Dolomit) und viel leichter.
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Gewicht: Bunzlauer Keramik ist schwer und solide. Fälschungen sind oft leicht und spröde.
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Preis: Wenn Ihnen jemand einen "Unikat"-Becher für 3 Euro anbietet, ist er entweder kaputt oder er stammt nicht aus Bunzlau.
3. 1. Wahl vs. 2. Wahl – Lohnt sich das Sparen?
Dies ist ein Thema, über das selten laut gesprochen wird. Bei der Handarbeit sind Fehler unvermeidlich. Deshalb wird das Geschirr in Qualitätsstufen (Sorten) unterteilt.
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1. Wahl : Ein vollwertiges Produkt. Ideal als Geschenk, zur Hochzeit oder für offizielle Anlässe.
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2. Wahl : Hier kann man echte Schnäppchen machen (oft 20-40% günstiger). Was bedeutet das? Das Gefäß ist voll gebrauchstauglich (es ist dicht, hat keine gefährlichen Risse), hat aber optische Mängel.
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Beispiele für Mängel: Ein schief gesetzter Stempel, ein Farbpunkt an der falschen Stelle, ein kleiner Nadelstich in der Glasur (sogenanntes Pinhole), leichte Formveränderung.
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Urteil: Für die eigene Küche, für den Alltag – greifen Sie zu! Niemand Ihrer Gäste wird bemerken, dass ein Punkt um einen Millimeter verschoben ist, und Sie haben ein wunderschönes Produkt zu einem tollen Preis.
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4. Mix & Match – Die Kunst des Kombinierens
Früher kaufte man ganze Service für 12 Personen in einem einzigen Muster. Heute ist das langweilig! Der größte Trend in der Welt der Bunzlauer Keramik ist das Mischen von Mustern.
Haben Sie keine Angst, einen Becher mit klassischen Punkten (Nr. 42) neben einen Teller mit floralem Unikat-Muster zu stellen. Der gemeinsame Nenner ist die Kobaltfarbe und der cremefarbene Hintergrund. Dadurch sieht selbst die wildeste Sammlung stimmig aus. Das ist eine großartige Nachricht für Sammler – Sie können Einzelstücke kaufen, die Ihnen einfach "ins Auge fallen", ohne sich Sorgen zu machen, ob sie zum Rest passen.